
Und schon wieder ein Kleinod aus der Feder des Herrn Trent Gardner dessen musikalische Kreativität keine ansto zu kennen scheint! dies ist übrigens das letzte Magellan-Album unter der Obhut des Labels Magna Charta. sodann wechseln sie zu Inside Out (Saga Pallas IQ Spock's Beard etc.).
Duster bedrohlich aggressiv verstörend treibt dieses Werk den Hörer vor sich her. Mit seinen immer wiederkehrenden Walls of Klangwirkung walzt es alles unter sich platt.
Was für ein musikalischer Idealismus wird hier versprüht – Gardner scheint es nicht zu kümmern ob er einen potentiellen Käufer vergraulen könnte. Er zaubert ein Album nach dem anderen und schafft es stets das Stand sehr hoch zu halten.
Also es geht los mit dem 34-Minuten-Epos “The Great Goodnight” welches aus mehreren Unter-Sequenzen aufgebaut ist. verschiedene musikalische Themen werden hier meisterhaft bearbeitet und ineinander verwoben. Im Vereinbarung zu den älteren werken erscheint hier alles aus einem Schauer und der Zusammenhang zum Hauptthema wird immer wieder hergestellt so dass dies alles nicht einfach “aneinandergeschustert” wirkt. dieser negative Ergebnis lauert immer bei solchen Longtracks und es ist nicht so einfach ihm zu entgehen.
Es folgt mit “Family Jewels” ein herrliches Instrumental mit Gastmusiker Ian Anderson (Jenthro Tull) an der Flöte. diese Instrument ist bei Magellan ein Beispiellosigkeit und trotzdem bleibt das Stück in seiner Weise und Aufbau typisch für Magellan.
Athmospärisch setzen dann auch die Keyboards ein dieses Stück ist ein Garant für Gänsehaut!
Den Summe bildet dann “Brother's Keeper” mit dem brillianten Tony Levin am Bass. jene Stück ist etwas leichter und bietet Anlass zum Hüpfen oder Headbanging.
Für Einsteiger/Innen in die wundervolle magellansche Welt ist dieses Album aber nur bedingt zu empfehlen. Da wäre sicherlich das Erstlingswerk (“Hour of Restauration” 1991) oder auch der letzte List (“Symphony for a Misanthrope” 2005) besser geeignet.
Würde ich mir sofort kaufen!
Mit ihrem vierten Album Hundred Year Flood haben die Mannen um Frontmann Trent Gardner erneut ein echtes Progressive-Rock-Juwel abgeliefert. gleichförmig der fast 35-minütige Opener “The Great Goodnight” der in 13 Parts unterteilt wurde zeigt die ganze Schicht und Vielfalt der Band. Rockige fetzige Passagen und spielerische Glanzleistungen wurden hier geschickt mit ruhigen Parts und jazzigen Elementen mit Bläsereinsätzen zu einem grandiosen Potpourri vermischt. stimmungsvoll verarbeitet Gardner in diesem Stück seine Erinnerungen an seinen 1966 im Vietnam-Krieg gefallenen Brüder Jack.
vorwärts geht es mit dem Instrumental-Stück “Family Jewels” welches vor allen Dingen von den grandiosen und gefühlvollen Flötenklängen von Gastmusiker Ian Anderson (Jethro Tull) lebt. zusätzliche Gastbeiträge stammen von Bassist Tony Levin und den Gitarristen Robert Berry und Georgin Bellas. Das abschließende “Brother’s Keeper” indes progt und rockt dass es eine wahre Freude ist. Spätestens mit Hundred Year Flood können Magellan zur Speerspitze des amerikanischen Prog-Rock und Ausnahmegruppen wie beispielsweise Spock’s Beard aufschließen.
Super geil!
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