In the Wake of Poseidon
Das Schaf hat recht - es ist extrem schwierig ein adäquates Folgealbum für ein Meisterwerk was In the court of the Crimson King nun mal war einzuspielen .
Der Erwartungsdruck des Publikums war immens ein minder gutes zweites Album wäre ein unverzeihlicher Inkorrektheit gewesen und King Crimson wäre wohl niemals die bekannte Persönlichkeit zuteil geworden die diese Bd. ja nun mal geniesst.
Auf In the wake… begann das was für die Vergangenheit dieser Bd. typisch sein sollte und sich wie ein roter Faser durch die kommenden Jahre zog: der stete Personalwechsel. Einziges Bindeglied über Jahre hinweg war/ist Robert Fripp man könnte auch sagen er IST King Crimson.
Auf dem vorliegenden Album sollte zum letzten Mal Greg Salzlake mitwirken bevor ihn sich Keith Emerson abgriff um das Abräumertrio ELP zu gründen.
Stilistisch ist In the wake… dem Uraufführung sehr nahe es gibt beispielsweise auch ein längeres klangmalerisches Teil wie auf dem Premiere ( = Moonchild) welches mir persönlich in früheren jähren immer einen Schauer des Gruselns über den einen Satz machen jagte: The Devil’s Triangle; zu diesen düsteren Harmonien stellte ich mir immer eine Art Weltuntergangsszenario vor diesem Teil gegenüber gleichgültig zu sein erscheint mir fast unmöglich.
Cadence and Cascade entspricht von seiner Art her I talk to the wind vom Uraufführung auch hier eine zarte melancholische Melodie z.T. untermalt mit dezenter Flöte.
Auf Cat Food wirkt Jazzpianolegende Keith Tippet mit entsprechend ist auch das Brocken vertrackte fast atonale Pianoläufe bestimmen den Eindruck.
Mit dem Titelstück hat man einen würdigen Nchf., Nachf. für Epitaph gefunden und Pictures of a city ist ein etwas dezenterer Nachfolger für 21st century schizoid man.
Alles in allem ein sich (nahezu) auf demselben Qualitätslevel befindender Nachfolger.
Super geil!
“In the wake of Poseidon” ist ein musikalischer Monolit aus den ganz frühen 70-er Jahren.
Fett dekadent spacig zugerdrogt progressiv - all das trifft auf dieses Album zu.
Das einizartige Gitarrenspiel Robert Fripps und die elegischen Meletron- und Orgelssequenzen ergeben einen Timbre der aus einer anderen Welt zu uns herüber zu klingen scheint.
Zusammen mit der samtenen Wählerstimme von Greg Salzlake wird dies alles zu einem musikalischen Ausflug mit hochgradigem Suchtfaktor.
Würde ich mir sofort kaufen!
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