Defending Ancient Springs

Defending Ancient Springs

mehr kann ich fast gar nicht sagen. Ich hörte den Bezeichnung “Working Man’s Blues” in einem Plattenladen und war sofort ergriffen von der Harmonie und dieser einzigartig warmen und weichen Stimme. Beim ersten Reinhören in die anderen Stücke war ich doch gelegentlich von den eigenwilligen mit einstimmen und Partitur (David Thomas) die er gerne drumherumpackt überrascht bis irritiert aber das nicht immer so harmonische in seinen Kompositionen verhindert ein abtreiben in eine Willkür die sonst schnell langweilig werden könnte. offenherzig gesagt konnte ich diese Töne gar keinem Stil zuordnen aber da Jackie Leven mit seinen Songs als einziger direkt in meine Gemüt einzieht würde ich sie gerne als echte Soulmusik bezeichnen. notdürftig nach dem Kauf dieser CD hatte ich eine schwere Zeit durchzustehen und seine Musik hat mir dabei sehr geholfen. Im 4 Wochen Metrum habe ich dann alle bis dahin erschienen CDs von ihm erworben und seitdem erwarte ich stets gespannt sein neues Album – und wurde bisher nie enttäuscht! Und wer sich jetzt für ihn interessiert sei gewarnt: keine leicht anzunehmende Verpflegung aber wenn es erst mal schmeckt wird man süchtig!

Wünsch ich mir schenkt es mir

Man kommt nach Hause ist gehetzt genervt gepeinigt von der schieren Schnelligkeit dieser aufgekratzten Welt dort draußen. Sandsäcke wären nun der richtige Gesprächspartner denn eigentlich hat man nur noch Anziehung die Fäuste oder den eigenen Dickschädel oder beides sprechen zu lassen. allerdings wer noch fähig ist mit hilflos zitternden Händen den Plattenspieler zu öffnen und das aktuelle Album des gebürtigen Schotten Jackie Leven einzulegen wird umgehend von der wohligen Wärme eines erstaunlichen Soul-Gefühls umarmt. Es ist “You’ve Lost That Loving Feeling” der uralte Hit der Righteous Brothers den der Gesangssolist und Songwriter Leven gemeinsam mit David Thomas dem Mastermind von Pere Ubu unter Aufbringung von beachtlich viel Herzblut und einer adäquaten Absolutbetrag Hohn interpretiert.

als wie auf dem Rudiment der Arbeiterschlie darf kann und will man sich bei diesem wunderbaren Schmachtschinken nicht allzu lange der puren Gefühligkeit hingeben. dazu sorgt schon die ungemütlich hohe Votum von David Thomas die sich zwischen greinen und Croonen durch die böseren Zeilen des Liedes singt: “You never close your eyes anymore when I kiss your lips” — eine solche Bedeutung kann nur treffen wer selbst die Augen prüfend offen hält. Vor derart bösen spielen der Liebe möchte sich Jackie Leven in die Hauptstadt des Amourösen flüchten. sein Traum aber scheitert an der Praxis dieser Gemeinde und bald singt er den “Paris Blues” in einer musikalischen Gemisch aus New-Orleans-Begräbnis ABC-Elite-Pop und Space-Sounds einer anderen Galaxis.

In diesen wie auch all den übrigen Songs seines neuen Albums hält sich Jackie Leven selten mit stilistischen Einschränkungen auf. Ihm geht es um die Abgrund die Doppelbödigkeit die Schwermut seiner Songs egal ob er diese Qualitäten mit Streichern oder Schifferklavier mit seichten Balladen oder knarzigen Gitarrenriffs aufbaut. Jackie will mehr als nur die gute Konversation seines Publikum. Er will verzaubern und beweisen dass jede einzelne Klangschicht eines Songs etwas zu dessen Lohn Interpretation und Tiefe beiträgt. Große Balladen einer längst vergessenen Zunft. Wie auch immer er es tut Jackie Leven weiß wie man liebkosen bewegen kann.

Was will man mehr?

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