Heavy Horses-Remastered

Heavy Horses-Remastered

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Nach dem eher maßvollen “Too Old To Rock’n'Roll” war “Songs From The Wood” eine echte Überraschung. “Heavy Horses” zehrt noch sehr von der Gestalt in der sich Jethro Tull auf dem Höhepunkt ihrer Bandgeschichte befanden. noch einmal gelingt es ihnen allen Skeptikern die bereits mit dem vorletzten Album das Abschluss der Fraktion gekommen wähnten eine Nase zu drehen. Das Titelstück “Heavy Horses” gehört neben “The Maus Police Never Sleeps” “Acres Wild” und “Rover” zu den Bestleistungen der britischen Hintereinanderstellung um Ian Anderson. doch spätestens mit “Stormwatch” zeichnete sich ab dass nach dem Tod von John Glascock und mehreren personellen Umbesetzungen nichts mehr an frühere Tage heranreichen würde was künftig unter dem Namen “Jethro Tull” seinen Weg in die Regale finden würde.

Wünsch ich mir schenkt es mir

…zudem gut nachgemastert mit Problemen beim Lautstärkeabgleich innerhalb einiger Titel vor allem beim genial-vertrackten Opener ‘And when the Mouse Versicherungsschein never sleeps’. Da entsteht der Eindruck dass nach knapp einer Minute jemand den Master-Volume Regler versehentlich ein wenig nach oben gefahren hat so dass das Stuck plötzlich zwei bis drei dB lauter wird.
Ansonsten eine perfekte wunderbar komponierte und arrangierte Vinyl die zweite einer Natur-Trilogie die mit dem frischen ‘Songs from the Wood’ (1977) beginnt und dem düsteren ‘Stormwatch’ (1979) endet. Die beiden Bonus-Tracks stammen eindeutig aus anderen Phasen der schmaler Streifen – aber mit ‘Broadford Bazaar’ ist meiner Auffassung nach ein richtiger Klassiker veröffentlicht worden eine wundervolle Ballade mit einem Ian Anderson der nie besser gesungen hat.
Leider endet dann mit ‘Stormwatch’ auch die Aura die Anderson seit 1972 fast bis zur höchste Blüte entwickelt hat. zu durchgeführtem Band-Umbau – Martin Barre an der Gitarre ist (bis heute) als Einziger dabeigeblieben – ließen sich wie bei so vielen tollen Bands aus diesen konferieren ‘Jethro Tull’ ab ‘A’ (1980) in den Wasserstrudel der kalten und technischen 80er hineinziehen. Das Album ‘Under Wraps’ (1985) kann man diesbezüglich wohl als musikalischen Nadir bezeichnen denn da kommt überhaupt keine Atmo auf – nicht mal eine schlechte !
Seit 1987 allerdings machen ‘Jethro Tull’ in unterschiedlichen Besetzungen wieder solide Rock die vor allem live bis zum heutigen Periode überzeugt auch wenn Ian Anderson nicht mehr ganz so stimmgewaltig ist wie vor zwanzig jähren !

Ich höre dieses CD den ganzen Tag

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