XXX
in den Alben “Afterburner” “Recycler” und “Antenna” die mir perönlich etwas zu Syntie- und Mainstream-lastig waren werden ZZ Top wieder richtig originell.
Das Album “XXX” legt hier gegenüber dem Vorgänger “Rhythmeen” auch nochmal einen Zacken drauf. Der Focus liegt endlich wieder sehr deutlich bei den fetten Gitarren. Eingestreute Effekt-Sampeles finden sich zwar auch wieder zuhauf allerdings bleibt das Gesamtbild gitarrenlastig.
Das einzige was hier fehlt sind klassische Ohrwürmer was die CD aber sicher nicht schlecht dastehen läßt. Es wirkt eben alles ein wenig düsterer und nicht so poppig.
“XXX” ist wenn man sich auf die kleinen Gimmicks und musikalischen Feinheiten einlässt ein hochinteressantes Album bei dem man den Spaß der Beteiligten am ausbessern im Senderaum heraushört. Das wird auch bei den vier vorhandenen “live” Mitschnitten deutlich bei denen man nicht überhören kann dass nachproduziert wurde. doch wer so dick aufträgt kann das nicht ganz ernst meinen. auch hier ist der Spaß an den Feinheiten der Herstellung deutlich zu hören.
Sicherlich kein Album für den schnellen Entzücken aber eines bei dem man bei jedem Durchhören immer wieder kleine musikalische Schweinereien heraushört.
Super geil!
Der Schinken erinnert an gutes Maurerbrause und ungesunde Erhaltung und beide haben in enormen mischen ZZ Tops Tonkunst während der letzten dreißig Jahre begleitet. Ein Jahrzehnt — oder zwei — entfernt von der Hoch-Zeit ihres Arena-Rocks und ihrer Cartoon-Wiedergeburt auf MTV ist ZZ Tops Töne gereift wie eine Luftfahrzeug Drei-Dollar-Fusel d.h. genau so wie Blues altern sollte.
bei der Sache urwüchsig und rauhbeinig klingen Gibbons Beard und Hill in den acht Studiocuts von XXX immer mehr wie ihre ergrauten Texas- Delta- und Southside-Blues Helden. Die Beats sind aufgemotzt funkig Gibbons’ Murren und sein Gitarrenspiel sind bedrückend. Das Trio ist insgesamt zwar fröhlich scheut sich aber nicht das Tempo zu einem trüben Klagegesang zu verlangsamen. vermöge den verrückten Bedeutung der Tonband für (das) Wesentliche und Stil — der hier von Automobil-Theologie (“Crucifixx-A-Flatt”) bis hin zu eher prosaischen Themenkreisen des Boogie und T&A reicht — sind die vier Livecuts oft ebenso schrullig von Dusty Hills geschniegelter Posse auf den Choral von Elvis “(Let Me Be Your) Teddybär Bear” bis hin zu einer schwärmerischen Derivat von “Hey Mr. Millionaire” die einen anderen geistreichen Stückchen von ZZ’s Verschrobenheit vorstellt — nämlich den Gitarren-Gott Jeff Beck als Gast zu haben und ihn dann als Sänger einzusetzen!
Ich höre dieses CD den ganzen Tag
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