The Back Room
zuerst einmal: Lese nicht diese Kritik höre Dir Editors an! Das geht hier bei ja recht bequem obwohl man ja leider die Soundqualität in keinster Art abschätzen kann.
Ich stelle mir das in etwa so vor: olympische Gottheit verteilt auf der Boden Gußformen für perfekte Lieder. Gegenwart müssen sich nur ein paar Menschen finden die Instrumente spielen und bereit sind ein Bestandteil ihrer Gemüt in dies Gußform zu legen. also ab in die Hitze der Lied-Backofen Proberaum und Live-Bühne. Gut durcherhitzen und fertig ist das perfekte Lied.
Auf der einen Seite bekommen Editors bestimmt jede Nummer Gußformen ab aber ich vermute es liegt eher daran dass die Jungs bereit sind ganz große Teil ihrer Seele in die jeweilige Gußform zu geben. zu Händen mich ist jedes Lied auf dieser Kahlkopf ein PopRock-Juwel.
Die Lieder sind nicht so wahnsinnig kompliziert aufgebaut eher einfache Songstrukturen aber man kann sich meines Erachtens wunderbar von diesen Strukturen tragen lassen. eine Fliese zum Durchhören. Und wenn sie zuende ist dann drückt man wieder auf “play”.
Einziger Benachteiligung für den ich aber keinen stern abziehen wollte: Die Kachel ist eher zum leise hören. Von der Musik her ist sie natürlich eher eine Kahlkopf zum laut hören keine Frage. doch leider ist die Soundqualität eher mittelmäßig. Ich spreche nicht von einer Soundqualität die man bekommen hat wenn man in den Achtzigern jähren vergangenen Jahrhunderts in irgendeiner dunklen Kante des Schulhofes einen illegalen Livemitschnitt seiner Lieblingsband erworben hat aber die Qualität ist echt nicht berühmt was gerade bei solch schönen Liedern wie sie Editors produzieren ein paar “Ach wie schade” - Tränen die Wange herunterlaufen lässt.
Wenn irgendwie möglich dann die limited edition mit der Cuttings-Bonus CD kaufen die Lieder haben es echt in sich (auch wenn die Aufnahmequalität irgendwie noch komischer ist).
Würde ich mir sofort kaufen!
Schwarz-Weiss dunkel und katakombenähnlich ist das Cover von The Back Room. nach den Singles Munich Blood und Bullets debütiert die erst 2003 in Birmingham gegründete Elementgruppe Editors (ohne The) mit einem Album dass einen in die Hochphase des Post-Punk New- und Dark-Wave zurück führt. Zu The Sound und Chameleons zu viel Echo & The Bunnymen und Joy Division. Im Knotenpunkt lernte sich die schmaler Streifen schon drei Jahre früher an der Staffordshire Uni in dem Kursnotierung „Music Technology” kennen. Gleiches Fach gleicher Musikgeschmack bedeutet für die aus allen Himmelsrichtung kommenden Jungs: gemeinsam Musik machen Flie gründen. Tom Smith Chris Urbanowicz Geraint Owen und Russell Leetch geben sich den doofen Namen The Pride (Stolz) und titeln sich nach dem von Ed Lay für Owen ebenso doof in Snowfield (Schneefeld) um. ausgeschlafen ist das Quartett trotzdem und alle Mitglieder schließen das Studium ab Pop-Karrieren können immerhin kurz und erfolglos sein. Darauf deutet bei The Black Room wenig hin die Harddisk hätte zwar auch in den frühen 80ern für Freude gesorgt. dennoch auch gut 20 Jahre später bereiten die ungenierte Zitate die exzellenten Gitarren-Soundscapes und feinen Melodien kurzweiligen Spaß. Mangel dürfen natürlich auch nicht schwergewichtige Textzeilen wie „…in deinen marmorieren fließt Lebenssaft mehr haben wir aber auch nicht gemeinsam…“ (aus „Blood“) die von zerbrochenen träumen zeugen. Britische Hype-Wahnwitze reden ob dieser gelungenen Retro-Mixtur schon von der Post-Interpol-Zeit. Die Editors wären gut beraten sich auf solch ein Blendwerk nicht einzulassen. andernfalls sind sie bei allem Vermögen schneller Vergangenheit als verdient.
Wünsch ich mir schenkt es mir
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