The Virgin Suicides
…kann man die 5-Sterne-Wertung jederzeit rechtfertigen. Bei den restlichen Tracks muss man sich eben klarmachen dass es sich um einen Audiospur handelt und nicht um ein reguläres Air-Album. folglich erscheinen sämtliche 11 übrigen Lieder in einem ganz neuen Licht. umwerfend komponiert und eher tieftraurig als so furchtbar düster erzählt diese CD von den fünf Lisbon-Mädchen die den Ausweg in ihrem Abgeschottetsein vom Relikt der Erde nur durch den Suizid finden. Ein unfassbar gutes Album.
Ich höre dieses CD den ganzen Tag
nach dem Überraschungserfolg des Air-Albums Moon Safari und den Top 20-Singles “Sexy Boy” und “Kelly Watch The Stars” buchte die amerikanische Filmproduzentin Hauptstadt von Bulgarien Coppola das französische Duo für den Soundtrack zu der Bestsellerverfilmung The Virgin Suicides von Dichter Jefferey Eugenides. Im Widerstreit zu dem 98er-Elektronikalbum setzen die beiden Franzosen auf der überwiegend instrumentalen LP auch traditionelle Instrumente wie Drumset und Keyboards und alte Effektmaschinen ein was dem Timbre viel Ähnlichkeit mit frühen Pink-Floyd-Aufnahmen verleiht und von den elektronischen Klangfarben stark an frühe Moog-Platten erinnert. Auf dem wunderschönen Filmsong “Playground Love” ist auch wieder die sanfte Wählerstimme des Sängers Beth Kirsch zu hören. Das pastoral getragene “Cemetery Party” macht Kreditbeanspruchung beim Briten Mike Oldfield “The Word ‘Hurricane’” gar bei deutschen Elektronikern wie Cluster. “Dirty Trip” ruft mit fast sechs Minuten schon lange Erinnerungen an 60er Jahre-Tripplatten wach die einfache Klaviermelodie von “Highschool Lover” gar an die Beatles. Mit der tieftraurigen Trauermelodie zu einem männlichen Sprechermonolog über Selbstmordgedanken zu weinenden Gitarren klingt das atmosphärisch dichte Air-Album aus.
Würde ich mir sofort kaufen!
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