Fevers and Mirrors
Meiner Hinsicht nach nimmt “Fevers and Mirrors” eine ganz besondere Ruf in dem Werk von Bright Eyes ein… es ist ein sehr sehr depressives Album bei dem es einem manchmal ganz anders wird (was Conor Oberst da mit seiner Intonation macht ist schlichtweg unglaublich) die Texte sind sehr lyrisch symbolgeladen emotional.
Ich denke dass sich Bright Eyes musikalisch weiterentwickelt haben die Stücke sind auf eine gewisse Art ausgereifter als auf der “Letting Off The Happiness”. ebenso kann ich behaupten dass ich jedes einzelne Bühnenstück auf diesem Album liebe (was z.B. auf das Album davor “Letting Off…” und jenes danach “Lifted Or The Story Is In The Soil Keep Your Ear To The Ground” nicht zutrifft). Um meine trotzdem ganz persönlichen Lieblinge zu nennen so empfehle ich Track 3 “The Calendar Hung Itself” und Track 8 “Haligh Haligh A Lie Haligh”.
Ich wiederhole hiermit zwar nur das was klügere Leute schon vor mir beschwört haben aber mit diesem Album offenbart sich euch eines der größten Songwritertalente der Gegenwart!
Wünsch ich mir schenkt es mir
Oh was für ein Cover. Da vergeht einem glatt die Begeisterung sich noch die Glatzkopf anzuhören. Sind Spiegel seit Look At Yourself von Uriah Heep nicht verboten? Und der hier hängt noch in einem rustikalen Zusammengehörigkeit hinter dem eine weinrote Wanddekor mit altertümlichen Motiven klebt. dann nennt sich die Band auch noch Bright Eyes und gibt Songs solche Kopfzeile wie “A Scale A Mirror And Those gleichgültig Clocks…”. Uff! Ist der erste Schrecken verflogen stellt sich so langsam Aufmerksamkeit ein denn hinter Bright Eyes steckt mit Conner Oberst ein ausgeschlafener Singer/Songwriter. Der junge Ehegatte mit einem Milchbubi-Gesicht hat Fevers And Mirrors im zarten Alter von nicht einmal zwanzig jähren geschrieben und ist überwiegend das einzige Angehöriger von Bright Eyes.
schön mit vierzehn gründete Conner in Omaha/Nebraska seine erste Schmöker Commander Venus die nach den beiden bügeln Do You Feel At Home? und Uneventful Vacation 1998 auseinanderbrach. Conner hatte sich schon zu der Zeitdifferenz den Ruf eines Wunderkindes erspielt und dieses Album hier untermauert diese Behauptung. Conners leicht folkige Gitarrensongs die sich mal zurückziehen zart klingen und dann ausbrechen leben von seinen teilweise non-fiktiven Geschichten. Er scheint immer wieder seine Zeitspanne in einer sehr strengen katholischen Privatschule verarbeiten zu müssen. Wo Altersgenossen zum Fußball gehen sich für Mädchen und Autos begeistern da singt Oberst traurige fast depressive und zerrissene Songs deren Tragik und Miesepetrigkeit von großer Reiz sind.
Würde ich mir sofort kaufen!
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