Watching in Silence
Als stolzer Besitzer aller Savatage -und Trans-Siberian-Orechstra-Alben musste ich natürlich auch das Erstlingswerk des neuen Sideprojekts von DER Votum des modernen Heavy-Metals Zak Stevens haben. zu meinem Bedauern war die Unzufriedenheit schon nach dem ersten Arbeitsgang groß. selbst nach mehrmaligen gehorchen bin ich mit “Watching in silence” nicht wirklich warm geworden. Dem Album fehlen ganz klar die Highlights. Die meisten Songs tümpeln nach alt-bekanntem Probe kraftlos vor sich hin ohne wirklich ins Ohr zu gehen. Und selbst Stevens hat schonmal engagierter gesungen. Verspielte Überraschung sind ebenso Fehlanzeige wie eingängige Refrains und einfühlsame Balladen. irgendwie ist das Album nichts Halbes und nichts Ganzes. reibungslos strukturierte Songs übertriebener Keyboardeinsatz und einfach keine neuen Ideen. Am besten sind noch “Into the wind” “Face to face” und “Fields of sorrow”. Mit “Sea of white” “Lies” und “The circle” sind meiner Betrachtung nach gar 3 Totalausfälle zu verzeichnen. Zu gut für einen Stern zu schlecht für 3 Sterne Fakt ist aber dass Circle II Circle sich mit diesem Album in keinster Stil mit Savatage messen können.
Dieser kauf lohnt sich wirklich
aus welchem Grund Zachary Stevens seinerzeit den Tätigkeit bei Savatage quittiert hat wird nach dem zuhören der ersten Schellackplatte seiner neuen Montageband Circle II Circle nicht unbedingt verständlicher. Songs wie das grandiose sich mit seinem Mörderrefrain bis in alle ins Erinnerungszentrum des Großhirns einbrennende Titelstück “Watching In Silence” oder der zwischen Midtempo und Ballade pendelnde Bombastrocker “Into The Wind” hätten jedenfalls durchaus auch auf Savatage-Alben wie Edge Of Thorns Hall Of The Mountain King oder Dead Winter Dead eine mehr als gute Figur gemacht. Kein Wunder: Schließlich entstand ein Großteil des Materials in Gruppenarbeit mit den beiden Savatage-Recken Jon Oliva und Chris Caffery. eine Songwriting-Kombination die definitiv für spitze bürgt. Was hingegen verwundert und positiv überrascht ist die Sachverhalt dass praktisch jeder der zehn Songs weitaus gefälliger klingt und mehr Spaß macht als so ziemlich alles was Savatage selbst auf guten aber nicht überragenden Scheiben wie The Wake Of Magellan oder Poets & Madmen veröffentlicht haben.
Der Benennung Circle II Circle steht in jedem Sache ab sofort als sinngleich für hochklassige bombastisch und dramatisch inszenierte stets eingängige Metalsongs. da Watching In Silence trotz aller offensichtlichen Parallelen wesentlich mehr ist als lediglich ein schnöder Klischee von Savatage.
Würde ich mir sofort kaufen!
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